Horw – Bekannt für Baustellen in allen Grössen

Pro Velo LuzernAllgemein

Horw – Bekannt für Baustellen in allen Grössen

Weniger bekannt für gute Veloinfrastruktur. Gibt es da einen Zusammenhang?

«Lebenswert. Stadtnah. Natürlich Horw!» Mit diesem Slogan macht Horw Werbung in eigener Sache. Tatsächlich geniesse ich das Leben in Horw, die Nähe zum See, den Bergen und der Stadt. Die Stadt Luzern ist mit dem Freigleis sehr gut erschlossen und nach Hergiswil geht es zumindest bis zum Kreisel Mühlehof auf einem sicheren Veloweg. Auch die Seestrasse ist bei oft kleinem Verkehrsaufkommen ein Genuss für Velofahrende. Also alles Friede, Freude, Eierkuchen?

Nein, denn auch Horw erkennt die Sicherheits- und Verbindungslücken im Horwer «Velonetz». Daraus entstand ein Richtplan, welcher mit verschiedenen Massnahmen Verbindungslücken und Sicherheitsprobleme verbessern will. Wir finden das wichtig. So wird für viele Velofahrende Horw wirklich lebenswert. Wir hoffen auf eine rasche Umsetzung und auf wirkliche Verbesserungen, welche das Velofahren sicher und komfortabel macht.

Die Umfahrung Brändistrasse - Weder angenehm noch gut duftend (geschweige denn sicher)
Weder angenehm noch gut duftend (geschweige denn sicher) – die Umleitung der Brändistrasse

Verschiedene Verbesserungen wurden bereits umgesetzt. Die Begeisterung über diese Umsetzungen fällt unterschiedlich aus. So wird man auf der Kernfahrbahn der Kastanienbaumstrasse weiterhin zum Teil nahe und schnell überholt. Und auch der schöne breite Veloweg entlang der Zentralbahn wäre noch besser, wenn man nicht vom Fahrverbot des Wegmattring gestoppt werden würde. Mehr Vision und Mut für ein wirklich sicheres und komfortables Velonetz täte dem Slogan Lebenswert wirklich gut.

Visionen in der Bevölkerungsentwicklung hat Horw bekanntlich genug. Tag für Tag, Jahr für Jahr fahre ich an den verschiedenen Baustellen in Horw vorbei. Mal sind es kleine, mal grössere, mal kurze dann wieder sehr langfristige Projekte. 

Die Lastwagenkolonne in der Allmendstrasse fördert dabei bestimmt nicht das Sicherheitsempfinden der Velofahrenden. Der daraus entstehende Pumptrack aka (also known as) Allmendstrasse zeigt sich bei Regen schmutzig unter Wasser. Auf meinen Fahrten begegne ich Toitoi’s mit sich öffnenden Türen auf Velostreifen* (das finde ich wortwörtlich Scheisse), sowie temporären Parkplätzen auf Velowegen. Ja, Horw ist wirklich berühmt und berüchtigt für seine Baustellen.

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Dooring-Zone neu definiert. Toitoi mit Türöffnung auf die Ebenaustrasse

Ich freue mich auf jeden Fall, wenn die Durchfahrt durch den bis April 22 gesperrten Brändiweg wieder legal ist. Und vor allem darauf, wenn Horw auch in der Veloinfrastruktur wirkliche Visionen zeigt. 

* wurde auf unseren Hinweis von Horw korrigiert.

Lukas von Wyl
 

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